By Marjorie M. Liu

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Ich ging zum Waschbecken, drehte den Wasserhahn auf, riss ein Papierhandtuch ab und benetzte es. Dann hielt ich es dem Mann hin und zeigte auf den Spiegel. Er starrte den Spiegel an, dann mich, dann sein Spiegelbild. Ich sah ebenfalls hin. Wir waren Fremde, die sich beäugten. Doch ich konnte seinen Blick nicht deuten. �Jemand wollte Sie töten«, sagte ich schließlich. �Ja. « Er zögerte. »Sie haben zwei Kugeln eingefangen. « Ich wollte nicht an die Kugel denken, die von meinem Schädel abgeprallt war.

Der Mann zuckte zurück, ließ mich jedoch nicht los. Meine Güte, hatte dieser Kerl Nerven! « Seine Augen waren braun. Die dichten Brauen hatte er zusammengezogen. Mir schwindelte. Das hier war mein schrecklichster Albtraum. Ich riss den Blick von ihm los und sah meine Reflektion in dem langen Spiegel über den Waschbecken. Schneewittchen, so hatte mich meine Mutter immer genannt. Weiße Haut, rote Lippen, schwarze Haare, wie das Gefieder eines Raben. Meine Augen allerdings lagen tief in den Höhlen, vor Erschöpfung.

Aber dies war keine vollkommene Welt. Es war ein Gefängnis, und meine Mitgefangenen hatten nicht die geringste Ahnung davon. Ich hatte keine Zeit. Ich wusste nicht, wohin, aber da war eine Treppe. Ich stieg die Stufen hinunter. Der Mann ließ meine Hand los, und packte stattdessen meinen Ärmel. Er durfte mir nicht entkommen. Dann sagte er etwas, vielleicht protestierte er, aber ich hörte es nicht. Irgendwo über uns versank die Sonne hinter dem Horizont. Ich konnte die Sekunden zählen, spürte sie in meinem Herzen ticken, als das brennende Gefühl meinen ganzen Körper überzog, vom Kopf bis zu den Fingerspitzen, bis zu den Zehen: ein Brennen wie von Quecksilber.

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