By Günter Dux

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Lebensform des Menschen als geistige Lebensform. Seit wir wissen, dass die Lebensform des Menschen einem säkular verstandenen Universum zugehört und sich aus der Evolution heraus gebildet hat, ist die Frage unabweisbar, wodurch sie als geistige Lebensform möglich geworden ist. Die Frage hat aber bisher nicht nur keine Antwort gefunden, sie ist als Frage geradezu blockiert worden. Geist scheint entweder am Grunde des Universums gelegen zu sein, in dem er dem säkular gewordenen Naturverständnis nicht zuzurechnen ist oder aber als Vermögen eines Subjekts verstanden zu werden, das mit diesem Vermögen ebenfalls aus der Natur herausgenommen zu sein scheint. Vom Geist wird, mit einem Wort, gesagt, in der Welt zu sein, ohne von der Welt zu sein, jedenfalls nicht von der, die wir in der Neuzeit im Verständnis des Universums gewonnen haben.

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Die Anfänge der Gattung Homo und die Evolution des Gehirns 33 Orrorin tugenesis, Ardipithecus ramidus und Sahelanthropus tschadensis. Von ihnen werden die Australopithecinen unterschieden, die sich vor 5 Mill. Jahren in einer Vielzahl von Formen ausgebildet haben. Ältere Formen reichen bis 7 Mil­ lionen Jahre zurück. Aus den Australopithecinen entwickelte sich vor ca. 2 Die Australopithecinen zeichneten sich bereits durch einen aufrechten, wenn auch noch eingeknickten Gang aus. Vertreter des Australopithecus afarensis scheinen aber ihre baumhangelnde Lebensform beibehalten zu haben.

R.  S. Goldman-Rakic, Development of the Prefrontal Cortex. 6 Ph. Lieberman, Uniquely human. 7 Fr. Schrenk, Die Frühzeit des Menschen.  122. 34 Theorie-Design einer Anthropologie des Geistes Schaubild Homininen Chronologie Fr.  122. 9 In ihr liegt der Schlüssel für die Ausbildung derjenigen konstruktiven Lebensformen, an denen alle Geistigkeit und alle Kultur der menschlichen Lebensform hängt: Handeln, Denken und Sprache. 2 Die Entwicklung des Gehirns Die Australopithecinen hatten mit einem Gehirnvolumen von 430 – 485 Kubikzentimeter ein nur geringfügig größeres Gehirn als die Schimpansen.

Sie ist überaus erhellend. Deshalb führe ich die frühere Darstellung hier wörtlich an. » Während Buridan (geb. um 1300, gest. um 1359) die Mühle im Blick hat, verwendet Nicole Oresme (geb. 1320/25, gest. 1382) bereits das Räderwerk der Uhr, um die Bewegung der Himmelskörper verständlich zu machen. In » Le Livre du ciel et du monde « gibt Oresme eine Erklärung für die gesetzmäßige Dauer der Bewegung der Himmelskörper, die deshalb faszinierend ist, weil sie den Zusammenstoß zweier interpretativer Paradigmen des Naturverständnisses selten deutlich zeigt.

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