By Werner Fuchs-Heinritz

Dieses Buch führt in die Erhebung und Interpretation von lebensgeschichtlichen Texten ein. Kapitel I begründet die biographische Forschung aus den alltäglichen Formen biographischer Reflexion und Kommunikation. Kapitel II informiert über die Geschichte der biographischen Forschung und über wichtige Kontroversen. Kapitel III folgt den Schritten eines biographischen Forschungsprojekts von der Konzeption bis zur Publikation und diskutiert die jeweils möglichen forschungspraktischen Entscheidungen.

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Klinische Psychologie im Krankenhaus

Dieses umfassende und intestine strukturierte Werk wurde aus einer interdisziplinären Initiative von PsychologInnen und MedizinerInnen entwickelt. Es beinhaltet alle wichtigen Themen der klinisch-psychologischen Tätigkeit im Krankenhaus und stellt den derzeitigen cutting-edge dar. Die Inhalte spannen einen breiten Bogen von den klassischen Einsatzgebieten der Klinischen Psychologie bis hin zu neueren Feldern, wie der Psychoonkologie.

Das Prinzip Glück

Robert Hettlage umreißt in seinem crucial, used to be es mit dem „großen“, vernunftgesteuerten Glück auf sich hat. Dass alle Menschen nach dem Glück streben, gilt als selbstverständlich. Macht, Schönheit, Reichtum und Anerkennung stehen zwar als Ziele hoch im Kurs, bedürfen aber eines langen Atems und/oder sind schwer zu beeinflussen.

Verhaltensmedizin

Dieses Lehrbuch liefert eine verständliche und praxisnahe Übersicht über die Grundlagen der Verhaltensmedizin, weckt Interesse an ihrer Anwendung und unterstützt Ärzte und Psychotherapeuten bei Diagnostik, Prävention, Intervention und Rehabilitation medizinischer Erkrankungen. Es macht deutlich, dass Verhaltensmedizin mehr ist als die Anwendung verhaltenstherapeutischer Methoden in der Medizin: Im Kern geht es um das Zusammenspiel von Psyche und Körper, der Entstehung von Krankheit bzw.

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In Bewerbungssituationen dagegen ist man indirekt genotigt, wei1 man etwas erreichen will und zur Preisgabe lebensgeschichtIicher Informationen angehalten wird (Schraml 1964, 879). Anders steht es vor Gericht, bei der Ftirsorge, bei einem Bewahrungshelfer: SoIchen Befragungen nach der Lebensgeschichte kann man nicht aus dem Wege gehen, ist man einmal in die entsprechende Situation geraten. Immerhin bleiben hier Moglichkeiten, "taktisch" zu erzahlen, die Lebensgeschichte so zu prasentieren, dass moglichst wenig Nachteile zu erwarten sind.

Allegorien der Lebensalter Wiedergeburt zu einem zweiten Leben, Jungbrunnenhoffnungen, Lebensalterseinteilungen nach kosmologischen oder astrologischen Zeiten, das Leben Jesu als Bild von Erlosung - solche Uberlieferungen aus dem Altertum, aus dem fruhen und dem mittelalterlichen Christentum wie auch spatere Entwiirfe von Jugend und Alter bei Philosophen und Dichtem sind uns heute bekannt, wenn auch oft nur noch als Allegorien. Ihre genaue Herkunft kennen wir meist nicht. Ihre ursprunglich heilige Bedeutung ahnen wir nur noch.

Auch Therapeuten, Sozialarbeiter, Erziehungs- und Eheberater oder Richter wtirden sich wundem, wenn der Klient Reziprozitat der lebensgeschichtlichen Erzahlung einfordem wtirde. Gehort es doch zu den Grundregeln ihres beruflichen Handelns, vor Interventionen und Entscheidungen ausreichend tiber den "Fall" aus dem Munde des Klienten selbst informiert zu sein. Ais Verhandlungstaktik ftir Personalleiter bzw. tiber die Besetzung von offenen Stellen entscheidende Amter empfiehlt ein Ratgeber: "Nach Moglichkeit sollte der Bewerber sprechen, da man urn so mehr von ihm erfahren kann.

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