By Stephanie Porschen

In der aktuellen Debatte um Wissensmanagement in Unternehmen wird das handlungsorientierte Erfahrungswissen der Beschäftigten nach wie vor unterschätzt. Anhand empirischer Untersuchungen in Großunternehmen der Automobil- und der Chemischen Industrie zeigt Stephanie Porschen, welche Bedeutung gerade diesem nicht-explizierbaren und nicht-objektivierbaren Wissen zukommt. Sie zeigt darüber hinaus praktisch erprobte Wege auf, wie dieses Wissen durch kooperativen Erfahrungstransfer ausgetauscht und weitergegeben werden kann.

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Rechnungswesen, Controlling, Bankrechnen: Prüfungsaufgaben mit Lösungen

Mit dieser Aufgabensammlung wenden wir uns an Auszubildende des Kreditgewerbes, die in ok- ze ihre schriftliche Abschlussprüfung im Fach Rechnungswesen und Steuerung absolvieren wollen. In § eight (Abschlussprüfung) der „Verordnung über die Berufsausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau“ werden Sie auf die Ablegung einer schriftlichen Abschlussprüfung im Prüfungsfach Rechnungswesen und Steuerung hingewiesen.

Technikentwicklung und Politische Bildung: Beiträge aus der Arbeit der Sektion Politische Wissenschaft und Politische Bildung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft

Die Entwicklung von Techniken und Technologien struggle im geschichtlichen Verlauf im wesent­ lichen ein Ergebnis gesellschaftlicher Prozesse und ökonomischer Konstellationen. Die sogenann­ ten Triumphe der Technik, gemeint sind die Ergebnisse der angewandten Naturwissenschaften, haben zu allen Zeiten Hoffnungen und Ängste geweckt.

Pflegewissen Stroke Unit: Für die Fortbildung und die Praxis

Die Akutbehandlung und Sekundärprophylaxe von Schlaganfallpatienten erfordert eine enge Kooperation des interdisziplinären groups und eine entsprechende Ausbildung und services auch bei den Pflegenden. Dieses Fachbuch qualifiziert Gesundheits- und Krankenpflegepersonal für die Pflege auf einer Stroke Unit.

Wenn Kinder und Jugendliche körperlich chronisch krank sind: Psychische und soziale Entwicklung, Prävention, Intervention

Wenn Kinder und Jugendliche körperlich chronisch krank sindEtwa 15 % der Kinder und Jugendlichen sind chronisch körperlich krank und/oder weisen körperliche oder sensorische Behinderungen auf. Diese Erkrankungen und Behinderungen beeinflussen nicht nur die körperliche Funktionsfähigkeit, sondern sie haben auch Auswirkungen auf zahlreiche Aspekte der psychosozialen Entwicklung, wie etwa auf den schulischen Erfolg, die Beziehungen zu Gleichaltrigen, den Gewinn von Unabhängigkeit von den Eltern sowie die psychische Gesundheit.

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Die Internalisierung steht für die „Einverleibung des Anderen“ und im weiteren Sinne für die subjektive Entstehung von Gesellschaft (Eberl 2001). Knoblauch merkt an, dass Berger und Luckmann bei Objektivationen vor allem an Sprache denken, Wissen aber nicht mit explizitem (versprachlichtem) Wissen gleichgesetzt werden sollte, da es auch körpersprachliche Elemente, in Sprachsystemen implizierte Kategorisierungen und ikonografisch kodiertes Wissen umfassen kann. Für „gespeichertes“ Wissen spielen institutionalisierte Strukturen von Handlung und Handlungsmustern, die kooperativ vollzogen werden – als Wissen, das in den Verhältnissen steckt und das uns in dem Maße, wie wir in diesen stecken, zwangsläufig bekannt und unbekannt zugleich ist – eine zentrale Rolle (Knoblauch 2004, S.

Zugleich sind lebende Systeme materiell und energetisch offen. (…) Autopoietische Systeme können durch Umwelteinflüsse nicht determiniert, sondern allenfalls irritiert werden. Die konkreten Systemzustände werden somit nicht von der Umwelt, sondern vom System selbst bestimmt. (…) Das Nervensystem bildet ein selbstreferentiell geschlossenes System, das keinen unmittelbaren Zugang zur Welt hat. Daraus ergibt sich die epistemologische Konsequenz, dass Kognitions- und Wahrnehmungsprozesse kein Bild der Wirklichkeit an sich liefern, sondern systeminterne Konstruktionen anfertigen“ (Kneer, Nassehi 1994, S.

2004). Doch kann Wissensmanagement tatsächlich die Relevanz prüfen und das relevante Wissen selektieren? Für eine abstrakte organisationstheoretische Betrachtung mag diese Herangehensweise ihren Erklärungswert besitzen. Hier wird hingegen der Standpunkt vertreten, dass die jeweiligen Experten in ihren und benachbarten Unternehmensbereichen Wissen prüfen, selektieren und neues mobilisieren müssen. Deshalb bleiben die Mitarbeiter für ein Wissensmanagement in Unternehmen wesentliche Bezugspunkte. Wissensmanagement an sich kann lediglich zur Kontextsteuerung der Arbeit von Experten in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen beitragen und spezielle Ordnungssysteme zur Verfügung stellen.

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